
Die Honda CB750S basiert auf dem Parallel-Twin mit 755 cm³, der auch in der Hornet 750 und der Transalp 750 zu finden ist. Mit einer Drosselung auf 35 kW für den A2-Führerschein behält sie einen ganz anderen Motorcharakter als ein 500 cm³ Twin: Der nutzbare Drehmomentbereich bleibt weitreichend, und die Gasannahme bleibt lebhaft, was überrascht, wenn man von einer CB500F oder einer MT-07 kommt.
Verhalten des 755 cm³ Drossel-Twins in A2-Konfiguration
Die A2-Drosselung der CB750S begrenzt die maximale Leistung, ohne die Kartierung bei niedrigen und mittleren Drehzahlen neu zu schreiben. Das verfügbare Drehmoment im aktuellen Nutzungsbereich bleibt daher großzügig, deutlich über dem, was die 500 cm³ A2-Twins bieten.
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Ein Anfänger spürt sofort ein reaktionsschnelles Motorrad bereits bei den ersten Gasstößen. Diese Lebhaftigkeit kann destabilisieren, wenn man die Progression eines Einzylinders oder eines kleinen Twins erwartet.
Beim Herunterschalten hilft die Flexibilität bei niedrigen Drehzahlen, häufige Fehler beim Herunterschalten in den ersten Monaten des Führerscheins zu glätten.
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Bevor man sich für diese Hubraumklasse entscheidet, kann es hilfreich sein, eine Bewertung der Honda CB750S für Anfänger zu konsultieren, die die Situationen beschreibt, in denen dieses zusätzliche Drehmoment ein Vorteil oder eine Falle wird.

E-Clutch auf der CB750S: Was sich für einen A2-Fahrer ändert
Honda setzt die E-Clutch-Technologie bei den Modellen mit dem 755 cm³ Twin ein, auch in der A2-Drosselversion. Das System automatisiert die Kupplung: Starten, Anhalten und Gangwechsel erfolgen, ohne den linken Hebel zu berühren. Der manuelle Modus bleibt jederzeit zugänglich.
Für einen Anfänger ist der Unterschied sofort spürbar. Abwürfe beim Anfahren am Berg verschwinden, Rucke beim Gangwechsel im dichten Verkehr werden geglättet. Die Ermüdung der linken Hand nach einer Stunde im Stadtverkehr sinkt drastisch.
Ein Sicherheitsnetz, kein Automatikmodus
Der Wähler bleibt am Fuß, der Fahrer wählt seine Gänge. Die E-Clutch verwaltet den Schleifpunkt und die Dosierung, nicht mehr. Der Fahrer behält die volle Kontrolle über das Getriebe, ohne die sofortige Bestrafung eines zu abrupten Kupplungshebels.
Wir empfehlen Anfängern, einige hundert Kilometer im E-Clutch-Modus zu fahren, bevor sie auf manuell umschalten. Dies ermöglicht es, das Verhalten des Motors und die Handhabung der Motorbremse ohne die kognitive Überlastung durch die Kupplung zu integrieren.
CB750S Drosselung im Vergleich zu konkurrierenden A2-Roadstern: Drehmoment, Gewicht und Ergonomie
Die Unterschiede zu den meistverkauften A2-Roadstern beschränken sich nicht auf die technischen Daten.
- Im Vergleich zur Yamaha MT-07 hat die CB750S ein leicht höheres Gewicht im fahrbereiten Zustand, bietet jedoch eine aufrechtere Sitzposition, die die Lendenwirbel bei täglichen Fahrten entlastet. Der Yamaha CP2 Twin bleibt bei sehr niedrigen Drehzahlen etwas flexibler.
- Im Vergleich zur Triumph Trident 660 bietet die Honda ein höheres Drehmoment bei mittleren Drehzahlen. Die Trident verzeiht mehr Dosierungsfehler am Gas, ein Punkt, der bei einem ersten Roadster ins Gewicht fällt.
- Im Vergleich zur KTM 390 Duke macht der Hubraumunterschied einen Vergleich nur hinsichtlich des Budgets sinnvoll. Die KTM ist beim Kauf und in der Versicherung deutlich günstiger, aber der Umstieg auf ein leistungsstärkeres Motorrad nach zwei Jahren erfordert eine neue Investition.
- Im Vergleich zur Suzuki SV650 bietet der V-Twin einen runderen Motorcharakter und ein geringeres Gewicht. Die CB750S kompensiert dies durch eine neuere Elektronik und die Möglichkeit der E-Clutch.

Die Falle der Hubraumerhöhung
Eine 750er Drosselung zu kaufen, in der Erwartung, sie in zwei Jahren zu entdrosseln, erscheint logisch. In der Praxis heben die Kosten für die Entdrosselung und der Wertverlust beim Wiederverkauf oft die erwartete Ersparnis auf.
Ein Anfänger, der sich nicht sicher ist, ob er auf A wechseln möchte, sollte die Gesamtkosten über vier Jahre (einschließlich Entdrosselung und Versicherung) mit dem separaten Kauf eines nativen A2-Modells und dann eines Motorrads mit voller Leistung vergleichen.
Versicherung und tatsächliche Kosten der CB750S im A2-Führerschein
Die Versicherer klassifizieren die CB750S in die Kategorie der Mittel- bis Großmotorräder, unabhängig von der administrativen Drosselung. Für einen Fahrer unter 25 Jahren mit weniger als zwei Jahren Führerschein ist der Aufschlag im Vergleich zu einer 500er A2 deutlich.
Der Reifenverschleiß und die Kosten für Wartungen folgen ebenfalls der Logik einer 750, nicht einer 500. Diese Budgetdifferenz wird in Preisvergleichen selten hervorgehoben.
Die CB750S in A2-Konfiguration ist ein technisch ausgereiftes Motorrad, angetrieben von einem großzügigen Motor und moderner Elektronik. Sie eignet sich für Anfänger, die bereit sind, mit einem zusätzlichen Drehmoment, höheren Wartungskosten und einem Gewicht über den Einstiegs-A2-Roadstern zu leben.
Die E-Clutch reduziert die Schwierigkeit der Handhabung, beseitigt jedoch nicht die Notwendigkeit, schnell gute Reflexe bei der Gasdosierung zu erwerben. Eine sinnvolle Wahl, wenn man eine schnelle Entdrosselung anstrebt, weniger offensichtlich, wenn man plant, mehrere Jahre in A2 zu bleiben.